Die Arbeitsgemeinschaft (AG)

für Patienten

Mikrozirkulation ist eine der vier Hauptsäulen der Gefäßmedizin neben Arteriologie, Phlebologie und Lymphologie.
Sie ist die “Endstrombahn” der Makrozirkulationssysteme: Arterielles, venöses und lymphatisches System, die physiologische Verbindung zwischen den Makrozirkulationssystemen und den Geweben.
Histologisch besteht sie aus dem afferenten, dem efferenten Kapillarschenkeln, den Lymphkapillaren und involviert somit auch das Interstitium mit seinen angrenzenden Strukturen.

Lokale und System-Erkrankungen können sich in der Mikrozirkulation in Form von Mikrozirkulationsstörungen manifestieren. Dieses kann reversibel (funktionell) als auch irreversibel (strukturell) geschehen. Strukturell progressive Mikrozirkulationsstörungen führen zu einer Sklerose des betreffenden Gewebes mit Untergang der Funktion des betreffenden Organes.

Um Gesundheitsforschung zu ermöglichen und Forschungsergebnisse in die Patientenversorgung zu bringen hat sich die Arbeitsgruppe Mikrozirkulation seit 2016 zusammengeschlossen. Diese Arbeitsgruppe schafft den organisatorischen Rahmen für wissenschaftliche Leistungen und klinische Versorgung.

Die Arbeitsgruppe Mikrozirkulation übernimmt vielfältige Aufgaben immer mit dem Ziel vor Augen Patienten mit Mikrozirkulationsstörungen besser zu versorgen.

In Deutschland gibt es auf dem Gebiet der Mikrozirkulationsstörungen wenige Forschungs- und Arbeitsgruppen. Ein wesentliches Defizit der Forschung ist jedoch die unzureichende interdisziplinäre Kooperation der Arbeitsgruppen, sowie die mangelnde Koordination der Forschungsprojekte.

Bild 1: HDMI Kapillar-Auflichtmikroskop

Der Transfair von Forschungsergebnissen in die Versorgung von Patienten mit Mikrozirkulationsstörung weißt ebenfalls große Defizite auf. Die bisher nur mangelhafte Erstellung und folglich Umsetzung der Leitlinien in praktikable konkrete Anleitung erschwert das Handeln in Klinik und Praxis erheblich. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf in Forschung, Schnittstelle zwischen klinische Forschung und Versorgung und Versorgung.

Ziel der Arbeitsgruppe Mikrozirkulation sind dabei:

  • erstens Steigerung von Effizienz und Effektivität der Forschung. Thematische Forschungsdefizite müssen ausgeglichen werden um die Basis für neue Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie zu schaffen.
  • Die Verbesserung der Qualität der Versorgung.
  • Die Ausstrahlung des Netzes auf die Allgemeinbevölkerung.
  • Patienten und Öffentlichkeit über das Krankheitsbild Mikrozirkulationsstörung und neue Forschungsergebnisse umfassend zu informieren und damit die Basis für eine effektivere Prävention zu schaffen.

Wesentliche Elemente bei der Umsetzung dieser Vorhaben sind erstens die Etablierung einer hochqualitativen und leistungsfähigen Infrastruktur für Koordinationsvorhaben. Zweitens die Errichtung zweitens der Aufbau einer zentralen Datenbank zur Verarbeitung Bereitstellung von Biophysiologischen Ergebnissen für  die Arbeitsgruppe und kooperierende klinischen Einrichtungen.

Bild 2: Vaskulogenese (300x Vergrösserung)

 

Bild 3: intUTM (interpoliertes Ulcusthermomapping)
Bild 4: Hyperspectral Imaging (HSI), Chemical Imaging (CI)
Bild 5: Spekralanalyse Finger
Bild 6: kombinierte HDMI Kapillar-Auflichtmikroskopie und Spektralanalyse
Bild 4: Hyperspectral Imaging (HSI), Chemical Imaging (CI) Vaskularisationsgrad, Ödematisierungsgrad, Oxygenierungsgrad

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